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Erste Eindrücke – 3 Wochen Corona-Alltag

Seit 15. Juni haben wir endlich Gäste. Die Grenzen wurden gerade für den Tourismus geöffnet,  die Gastronomie durfte wieder arbeiten und Kroatien hatte keine Neu-Infizierungen zu diesem Zeitpunkt aufzuweisen.

Was sind meine Eindrücke jetzt, drei Wochen später?

Was am meisten ins Auge sticht, wenn man sich bei uns umschaut, sind die wenigen Gäste. Im Vergleich zu den „normalen“ Jahren haben wir jetzt bis zu 70% weniger Buchungen. Was aber erfreulich ist, sind Anfragen und neue Buchungen die uns fast täglich erreichen.

Dennoch wird das Social-Distancing auch weiterhin kein Problem sein. Im Restaurant haben wir die Tische auf die vorgeschriebenen 1,5 m Abstand gestellt – Marica und ich sind einen ganzen Nachmittag mit Maßband herumgelaufen, während Mira und Nena beim Tische tragen geholfen haben.

Das Resultat: im Restaurant kann man jetzt tanzen. Auf der Terrasse stehen die Tische wie immer, aber sie ist groß genug für genügend Abstand. Auch der Pavillon ist offen und bietet genug Platz bei Regentagen.

Viele Gäste hatten gefragt ob, das Frühstücksbuffet weiterhin so amgerichtet wird. Wir haben die Zeit mit den wenigen Gäste dazu genutzt, einige Abläufe auszuprobieren. Am Ende haben wir uns entschieden, das Buffet wie gehabt zu servieren, mit einigen Umstellungen: Abstand voneinander halten, sich mit gewaschenen oder desinfizierten Händen zu bedienen und am offenen Aufschnittbuffet Maske zu tragen.

Unser Spanferkel-Buffet funktioniert auf dieselbe Art und Weise, und es klappt wunderbar. Die Belieferung des Biers und der Weine klappt auch nach wie vor einwandfrei.

Eine oft gestellte Frage ist, ob Maskenpflicht besteht. Zu diesem Zeitpunkt (9.7.20.) gilt für Kroatien Maskenpflicht in Räumen, in denen sich viele Menschen aufhalten und im öffentlichen Straßenverkehr. Empfohlen wird die Maske beim Umgang mit Speisen. Deshalb trägt unser Restaurant-Personal Maske und Handschuhe während der Essensausgabe.

Bis vor kurzem hatten wir auf die Klimaanlage im Restaurant verzichtet, da es empfohlen war, sie nicht in Räumen mit größeren Menschenansammlungen einzuschalten. Nun, die gibt es derzeit in der Pavlinka nicht. Es hat mich zudem stutzig gemacht, dass die Klimaanlagen z.B. im Krankenhaus alle laufen (nein, niemand ist krank geworden, wir haben Freunde die dort arbeiten). Ich habe dann erfahren, dass Klimaanlagen auch in gemeinschaftlichen Räumen erlaubt sind, wichtig ist nur in regelmäßigen Zeitspannen Frischluft in den Raum strömen zu lassen. So haben wir jetzt bei den Mahlzeiten die Klimaanlage im Speisesaal laufen und die Fenster einen Spalt breit offen. Und glauben Sie mir, es ist ein Segen!

Die Klimaanlage in Ihrem Zimmer können Sie ohne Einschränkung wie üblich benutzen.

Unsere Zimmermädchen haben mit den Schutz-Maßnahmen auch so einige Änderungen bekommen. Die Zimmer werden nicht mehr täglich gereinigt, stattdessen „bestellen“ Sie die Zimmerreinigung indem Sie das grüne Schildchen an die Türklinke hängen. Handtücher die gewechselt werden sollen, werfen Sie ins Treppenhaus vor die Zimmertür. Genauso mit dem Mülleimer, stellen Sie ihn vor die Zimmertür, und das Reinigungspersonal wird Ihnen die frischen Handtücher und den geleerten Mülleimer wieder in Zimmer stellen.

Das Reinigungspersonal hat diese Saison mehr zu tun mit putzen und desinfizieren. Wir haben aber genug Desinfektionsmittel auf Lager, und auch die Belieferung weist keine Engpässe auf. An jedem Hauseingang stehen außerdem Hand-Desinfektionsmittel.

Am Strand haben wir keine großen Änderungen vornehmen müssen. Morgens werden die Liegen und Schirme desinfiziert. Wir stellen sie auf empfohlene Distanz, und die Gäste suchen sich Ihren Platz aus und behalten ihn den ganzen Tag. Die Kanus und die Badeinsel können auch weiterhin problemlos genutzt werden. Die Strand-Bar haben wir noch nicht geöffnet, und sind uns auch noch nicht im Klaren, ob wir es überhaupt machen werden. Wir haben diese Saison weniger Personal, aus offensichtlichen Gründen, aber vielleicht findet sich ja ein/e Student/in, die sich ihr Taschengeld damit verdienen möchten. Mal sehen.

Und wie geht es unseren Gästen? Sie sind zufrieden (jedenfalls ist das mein Feedback) Die Stimmung ist sehr gelassen, und alle haben sich der Situation angepasst. Es ist sehr ruhig. Die meiste Zeit verbringen die Gäste am Strand und Abends sitzt man gemütlich beisammen auf der Terrasse. Unsere Ausflüge sind auch weiterhin aktuell, und einige wurden auch schon unternommen.

Mit der Reisefreiheit ist nach wochenlanger Corona-Frei-Zeit leider auch das Virus zurückgekehrt. In den letzten Tagen erlebt Kroatien einen Anstieg an Neu-Infizierungen, was viele Urlauber verunsichert. Die zuständigen Behörden berichten aber, dass in Relation zu der Bevölkerungszahl Kroatien immer noch zu den Ländern mit geringer Infektionszahl gehört. Es handelt sich hauptsächlich um eingeschleppte Fälle, zumeist aus Bosnien und Serbien. Auch Slowenien weist neue Fälle auf und kündigt ein neues Grenzregime an. Wichtig ist, beweisen zu können dass der Reisende nicht aus Bosnien oder Serbien kommt. Mit unserer Bestätigung für den Grenzübergang dürften unsere Gäste sowohl bei der Ein- als auch bei der Ausreise keine Probleme haben.

Der Transitverkehr ist auch weiterhin ohne Einschränkungen zugelassen.

Für detaillierte Informationen zum Grenzverkehr schauen Sie bitte auf den Portalen der jeweiligen Länder.

 

Posedarje und Zadar sind relativ leer. Nach Jahren haben wir wieder mehr Einheimische als Touristen. Es ist angenehm sich nicht durch Menschenmassen zwängen zu müssen. Nur Parkplätze in Zadars Altstadt findet man nach wie vor keine 😮 , der Zadarer Bürger läuft wohl nicht gerne zu Fuß 😉 . Leider wurden die meisten Veranstaltungen abgesagt, aber die tradionellen Stadtfestchen Freitags in Zadars Altstadt finden doch wieder statt. Ich denke, Veranstaltungen werden jetzt kurzfristig genehmigt und organisiert.

Heute hat die Gespanschaft Zadar 163 Menschen unter Beobachtung, und 17 aktive Fälle (davon liegen 3 im Krankenhaus). In Posedarje haben wir nach wie vor keine infizierungen. Der Alltag geht seinen gewohnten Gang, nur eben mit Abstandhalten, Maskentragen und Desinfektionsmitteln an jedem Eingang.

Wir in der Pavlinka haben uns mittlerweile ganz gut an das „neue Normal“ gewöhnt. Sowohl die Mitarbeiter als auch die Gäste sind entspannt. Wir haben genügend Schutzmaterial und klare Protokolle, und ich muss sagen, man geht rücksichtsvoll miteinander um. Die Eindrücke unserer Gäste sind Positiv, sie genießen Ihren Urlaub, dieses Jahr hauptsächlich als Strand-Urlaub ohne große Unternehmungen.

Wir freuen uns über jede neue Buchung und erwarten Sie in unserer kleinen Oase!

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