Wie sicher ist es bei uns?

In den letzten Tagen bekommen wir vermehrt Anrufe von gebuchten Gästen, die verunsichert sind wegen den in den Medien veröffentlichten Nachrichten von ansteigenden Corona-Fällen in Kroatien. Ich möchte hier versuchen etwas Klarheit zu schaffen. Bis Mitte Juni hatte sich die Fall-Kurve gelegt und Kroatien war wochenlang coronafrei. Mit dem Öffnen der Grenzen am 15.6. ging […]

In den letzten Tagen bekommen wir vermehrt Anrufe von gebuchten Gästen, die verunsichert sind wegen den in den Medien veröffentlichten Nachrichten von ansteigenden Corona-Fällen in Kroatien. Ich möchte hier versuchen etwas Klarheit zu schaffen.

Bis Mitte Juni hatte sich die Fall-Kurve gelegt und Kroatien war wochenlang coronafrei. Mit dem Öffnen der Grenzen am 15.6. ging es wieder – wie erwartet – los mit den Corona-Fällen. Seitdem ist es ein ständiges auf-und-ab.

Natürlich, wo sich eine größere Anzahl von Menschen bewegt, ist auch das Risiko einer Ansteckung höher. Keiner hat es anders erwartet, und jeder wusste, dass die coronafreie Zeit vorüber war. Aber was wäre die Alternative gewesen? Hinter geschlossenen Grenzen dem Verfall der Wirtschaft tatenlos zuzusehen? Kein Land hat das gemacht. Kein Land wird es machen, denn die  Folgen wären mindestens genauso fatal wie die Folgen einer höheren Ansteckungsanzahl.

Glücklicherweise, es ist nicht alles so grau (Ha! Wir haben sogar einen Song mit diesem Titel).

Das Gesundheitsamt meldet zwar täglich neue Fälle, aber in Relation zu der Einwohnerzahl sind sie immer noch gering. Bei ca. 4.100.000 Einwohnern sollte Kroatien 7 Tage lang mindestens 2000 Neu-Infizierungen pro Tag haben bis das RKI eine Reisewarnung rausgibt. Das war bisher nicht der Fall.

Die Tabelle rechts zeigt den Stand am 27.7.2020 in unserer Gespanschaft Zadar. Neu-Infizierte gab es heute keine, aktive Fälle gibt es 24. Noch ca. 180 Menschen sind in Isolation. Auf ca. 170.000 Einwohner, wie viel ist zu viel?

Klick zum vergrößern

Unsere Gemeinde Posedarje hat nach wie vor keine Infizierungen. Die 24 aktiven Fälle sind verbreitet auf die Stadt Zadar (16 Menschen, davon keine Touristen), und fünf weitere Gemeinden.

Von Freunden und Bekannten in Deutschland erfahren wir von, zum Teil bombastischen, Medienberichten über die Ausbreitung des Coronavirus in Kroatien. Holland hat Kroatien auf die orangefarbene Liste gesetzt, Slowenien droht mit Grenzschließung. Von Zrče-Beach, der Party Insel, wird von „business as usual“ berichtet, mit Horden von Partygästen 24/7 wo sich niemand an die Schutzmaßnahmen hält. Von einem Bekannten  haben gebuchte Gäste aus Deutschland an ihrem geplanten Abreisetag noch zu Hause ausgeharrt, mit gepackten Koffern, weil sie „irgendwo gelesen haben“ Deutschland hängt eine 2-wöchige Quarantäne aus für alle Urlauber aus Kroatien, abwartend ob diese Maßnahme tatsächlich ab Mitternacht in Kraft tritt.

Die Wahrheit ist: Slowenien duldet auch weiterhin den Transitverkehr, Zrče-Beach ist relativ leer, mit nur einigen Läden offen für die Handvoll Gäste am Abend, und die Gäste des Bekannten haben einen Urlaubstag unnötig verpasst.

Die zuverlässigste Quelle für Informationen sind immer noch das Auswärtige Amt, und wir die wir hier leben.

Die Medien sind längst in die Gelbpresse abgerutscht.

Wir leben hier relativ unberührt von diesem Corona-Wahnsinn. Die Pavlinka liegt 3 km außerhalb von Posedarje, wir sind hier praktisch alleine.

Die 14 Nachbarhäuser sind zwar um die Ecke, aber auch hier handelt es sich um Ferienhäuser – dort sind Touristen, wie auch bei uns in der Pavlinka.

Die Gäste und wir selber sind entspannt. Wir halten uns an die Schutz-Maßnahmen, tragen Maske am offenen Buffet, halten Abstand (die Begrüßungsumarmung fehlt so sehr!) und waschen/desinfizieren unsere Hände. Wir haben es geschafft Protokolle zu entwickeln, die eine gemeinschaftliche Benutzung von Buffet-Besteck und Stoffauflagen vermeiden. Alle diese Sachen sind nicht schön, und es verliert sich etwas im alltäglichen Miteinander, aber sie sind notwendig. Denn wir möchten, dass Sie sich bei uns wohl fühlen. Und entspannt. Und sicher.

Natürlich haben wir Verständnis für Ihre Bedenken. Rufen oder Mailen Sie uns an, stellen Sie Fragen, wir beantworten sie Ihnen gerne.

Bis bald,

Ihr Pavlinka Team

Schreibe einen Kommentar